•   Politisch gehört Fuerteventura zu Spanien, also Europa, geografisch gehört die Kanareninsel zu Afrika.

•   Die ursprünglichste Insel der Kanaren offenbart ihren besonderen Reiz oftmals erst auf den zweiten Blick. Wer ihrem Charme erliegt, kommt allerdings immer wieder gern zurück. Man kommt einmal nach Fuerteventura und immer wieder – oder nie wieder. Fuerteventura liebt man, oder man hasst es – zwischendrin gibt es nicht.

•    Besteigt man den höchsten Berg der Insel, so hat man einen grandiosen, aber auch extrem kontrastreichen Blick über die Jandia Halbinsel. So ist die Westseite der Halbinsel völlig unerschlossen, während das Landschaftsbild auf der Ostseite von unzähligen Ferienanlagen geprägt ist.

•   Man glaubt es kaum: Auf einer Wüsteninsel gibt es Feuchtgebiete, begünstigt durch wenige Quellen, die ganzjährig Wasser führen.

•   So konstant der Nord Ost Passat weht und Wolken bringt, so finden die vorüberziehenden Wolken keinen Widerstand, und daher regnet es nur sehr selten.

•   Seichte kilometerlange helle feine Sandstrände stehen im starken Kontrast zu hohen, von Felsen eingefassten, lavasandigen und dunkelkiesigen, schwarzen kleinen Buchten.

•   An den Stränden der Ostküste keinen großen und kleinen in der Regel gefahrenlos baden. An der Westküste sind bis zu 3 m hohe Wellen und tückische Unterströmungen normal. Baden ist hier für jedermann nur unter Lebensgefahr, wenn überhaupt, möglich.

 

Mehr als 150 km schwarze und weiße Traumstände mit türkisem Wasser laden das ganze Jahr über zum Baden ein. Aber mindestens ein Strandspaziergang pro Tag sollte es immer sein, denn bessere Erholung für Seele, Geist und Körper gibt es auf der Insel nicht. Wer auf der Suche nach einem Abenteuer ist, und Weges Mühen nicht scheut, in Regionen ohne touristische Infrastruktur, eine individuelle Tour machen möchte, wird mit einem besonderen Glückserlebnis belohnt. Nachfolgend möchte ich eine Tourbeschreibung zum mit Euch teilen:

 

Playa Agua Liques – Wanderung quer durch den »Nationalpark Jandia« zur wilden und ursprünglichen Nordwestküste

 

Charakter:

Einfacher Spaziergang durch die Dünenlandschaft des Nationalparks Jandia an der Nordwestküste. Die Anfahrt erfolgt auf einer Asphaltstraße. Die Wanderung führt über Sanddünen. Interessantes: Das Ziel der Wanderung ist ein Traumstrand, der zum Verweilen einlädt. Es empfiehlt sich, genügend Verpflegung für einen Tagesausflug einzupacken. Diese Tour kann man das ganze Jahr über machen.

 

Allgemeine Informationen:

Der fast immer menschenleere Strand mit seinem sehr feinen weißen Sand liegt an der wilden Nordwestküste von Fuerteventura in der Nähe der Ortschaft La Pared. Er ist 100 m lang und über 50 m breit, bei Hochwasser oder starkem Wellengang 0 m breit. ǀ Der Strand ist gut erreichbar. ǀ Baden ist aufgrund der hohen Wellen und unberechenbarer Strömungen lebensgefährlich. ǀ Verschiedenes: sehr romantischer, sauberer Strand mit sauberem Wasser, kein Schatten, mit dem Buggy nur sehr schwer erreichbar, FKK erlaubt, Hunde erlaubt ǀ Toiletten, Duschen, Sonnenstühle und Sonnenschirme sind nicht vorhanden ǀ Aktivitäten: die Seele baumeln lassen, Boccia ǀ Tipp: Besuchen Sie den Strand auf keinen Fall bei starkem Wind. Planen Sie mithilfe der Webseite http://www.gezeitenfisch.com/es/islas-canarias/morro-jable-fuerteventura einen Tag mit Niedrigwasser ein, um den Strandabschnitt nutzen zu können.

Der Start ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erreichbar. Mit dem Pkw fährt man von der Costa Calma Richtung Puerto del Rosario und weiter auf der der FV-605 Richtung La Pared ab. Nach 2,3 km, die Straße führt nun einen Hügel hinauf, parken wir das Auto direkt in der 1. Rechtskurve am Straßenrand.

GPS zum Start und Ziel: 28.193250 -14.220883

 

Wegbeschreibung:

Wir starten die Wanderung in westlicher Richtung und gehen im 90°-Winkel zur Asphaltstraße, die auf den Hügel führt. Zuerst übersteigen wir weglos den vor uns liegenden Sandhügel. Schon bald können wir in der Ferne die Nordwestküste erblicken, die nach ca. 2,5 km Fußmarsch erreicht wird. Auf der Wanderung queren wir zahlreiche Pfade, die wir alle ignorieren. Da keine weiteren markanten Wegpunkte vorhanden sind, ist die Navigation nicht einfach. Wir steigen auf das untere Plateau direkt oberhalb des Meeresspiegels ab und gehen von dort aus links an der Küste entlang. Wir treffen auf eine wilde Küstenlandschaft mit vom Wind geformten Sandsteinobjekten. Mitunter kann hier auch kreativ gesammelter Müll betrachtet werden. Nach einiger Zeit kommen wir an die kleine, einsame Bucht, den Playa Agua Liques. Je nach Wellengang und Stand der Gezeiten präsentiert sich ein sehr schöner Strandabschnitt, der zum Verweilen einlädt. Für den Rückweg nehmen wir gleich die erste Aufstiegsmöglichkeit. Wir orientieren mithilfe des GPS-Tracks so wie eine Art alten Bunker oder an einer kleinen Düne mit einem alten Bunker als Wegpunkt. Sobald wir auf dem Scheitelpunkt der Düne ankommen, können wir bereits links unterhalb die Asphaltstraße und unser geparktes Auto sehen.

Zur Unterstützung der Navigation kann unter folgenden Link der GPS-Track kostenpflichtig heruntergeladen werden: http://www.gpstrackfinder.com/de/tracks/trackdetail/playa-auqa-liques-sbf-1006.html

 

Beitrag von: Michael Will vermarktet GPS-Tracks mit den dazugehörigen Tourenbeschreibungen über die interaktive Webseite www.gpstrackfinder.com. Diese können dann auf dem Smartphone oder verschiedenen GPS Geräten angewendet werden und erlauben die einfache und unkomplizierte Navigation im unbekannten Gelände und zu besonderen Sehenswürdigkeiten. Dabei werden die folgenden Produkte angeboten: Secret Beaches, Wanderungen, Variantenabfahrten und Explore & Hike. Auch schreibt er Wanderbücher für renommierte Verlage.

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