Die indonesische Insel Bali ist ein wahres Juwel in der Schatzkiste der weltweiten Traumdestinationen. Einmal angekommen, kommt man aus dem Staunen kaum mehr heraus. Vielseitige Strände und eine bunte Natur, verbunden mit wahren Kulturkostbarkeiten. Wir stellen euch einige Schätze auf der Insel der Götter und Dämonen vor. Zudem verraten wir ein paar Fakten, mit welchen ihr schon vor eurem Bali Urlaub, wahre Bali-Insider seid:

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Top Strände auf Bali

Tausende Tempel

Tempel findet man auf Bali, wohin das Auge reicht. Für die Balinesen sind diese von großer religiöser Bedeutung und werden stark verehrt. Das balinesische Wort für Tempel ist Pura. Die Räume dieser sind offen. Somit sollen die Berge, welche die Balinesen als Götterthrone deuten, sichtbar sein. In den Tempeln finden sogenannte Tempelfeste statt, welche auch für Touristen eine einmalige Erfahrung sind. Wichtig ist, sich bei diesen dezent und bedeckt zu kleiden. Hier unsere Top 4 Tempelanlagen auf Bali:

  • Pura Tanah Lot: Der „Meerestempel“ Pura Tanah Lot liegt im Südwesten Balis. Er steht auf einem Felsen im Meer. Daher ist der hinduistische Tempel nur bei Ebbe zu erreichen.
  • Pura Besakih: Der Pura Besakih ist auf einer Höhe von 950 m am Westhang des Vulkans Gunung Agun gelegen und stellt den bedeutendsten Tempel Balis dar. Der Status des „Muttertempels“ zieht viele Touristen an und er ist immer sehr gut besucht.
  • Pura Tirta Empul: Am Pura Tirta Empul, 15 km nordöstlich von Ubud, kann man sich mit heiligem Quellwasser waschen und reinigen.
  • Pura Luhur Uluwatu: Der Pura Luhur Uluwatu liegt auf der Halbinsel Bukit Badung auf einer 70 m hohen Steilklippe. Besonders schön zeigt sich der Tempel zur Zeit des Sonnenuntergangs.

Wusstet ihr, dass viele Balinesen eine Mauer vor ihrem Haus haben? Das ist weniger ein architektonischer Fauxpas, als dass die Mauer von abergläubischer Bedeutung ist. Sie soll vor Bösem schützen und Geister daran hindern, in das Haus einzudringen.

 

Heilige Affenwälder

Affen haben für die Balinesen eine ganz besondere Bedeutung. Vor allem Makaken sind auf Bali weit verbreitet, aber auch andere Arten fühlen sich auf der ganzen Insel wohl. Mit guten Chancen sind die geselligen Tiere in Tempelanlagen anzutreffen. Die zwei bekanntesten Affenwälder:

  • Sangeh Affenwald: Der Affenwald bei Sangeh ist ein sehr beliebter Schauplatz, um die Tiere zu beobachten. Die Langschwanzmakaken sind sehr zutraulich und man kann ganz nah an ihnen sein. Doch Vorsicht ist geboten, denn die Tiere klauen des Öfteren mal Gegenstände und können auch aggressiv werden. Vor allem Futter steht bei ihnen sehr hoch im Kurs, weswegen man die Affen nicht füttern sollte. Außerdem gibt es im Sangeh Affenwald Muskatnussbäume und den Tempel Pura Bukit Sari zu sehen.
  • Monkey Forest Ubud: Der Affenwald von Ubud ist bei Touristen sehr beliebt. Neben Langschwanzmakaken kann man sich hier einige Affenskulpturen, eine heilige Quelle und den Tempel Pura Dalem Agung Padangtegal anschauen.

Wusstet ihr, dass Affen auf Bali verehrt werden? Die Tiere gelten auf der Insel als heilig und Hinduisten sehen sie als Nachkommen des Affengottes Hanuman an. Dieser ist einer der wichtigsten Götter des Hinduismus.

 

Plätschernde Wasserfälle

Im Norden Balis lassen sich einige Wasserfälle erkunden. Die meisten von ihnen liegen mitten im Dschungel. Das macht den Weg dorthin meist schon zu einem Abenteuer. In der Regenzeit bietet es sich besonders an, die Wasserfälle zu erkunden. Denn dann kann man davon ausgehen, dass man dort auch wirklich auf Wasser trifft, was in der Trockenzeit nicht immer der Fall ist. Die Top 3 Wasserfälle im Überblick:

  • Git Git: Der Wasserfall Git Git ist einer der beliebtesten Wasserfälle auf Bali. Mit einer Höhe von 40 m liegt dieser im gleichnamigen Dorf. In der Hauptsaison ist der Git Git Wasserfall oftmals sehr gut besucht und im vorgelagerten Becken lässt es sich ausgiebig baden.
  • Sing Sing: Auf dem Weg zum Sing Sing Wasserfall muss man sich mehrmals durch brausende Fluten begeben. Am Wasserfall angekommen, reiben sich viele mit dem Schlamm dort ein. Das dient als heilend für die die Haut. Nach dem matschigen Erlebnis kann man den Schlamm wieder abwaschen und sich von der enormen Kraft des Wassers massieren lassen.
  • Munuk: Der Munuk Wasserfall ist touristisch eher unbekannt. Gerade deswegen ist er nennenswert. Denn mit ein bisschen Glück hat man das Naturwunderwerk ganz für sich allein. 700 m hoch im Dschungel gelegen, ist der Wasserfall vom tropischen Grün umgeben.

Wusstet ihr, dass ein Aberglaube auf dem Git Git Wasserfall liegt? Balinesen würden Liebespaaren vom gemeinsamen Baden im Becken des Wasserfalls dringend abraten. Sie glauben nämlich, dass sonst das Beziehungsende bevorsteht.

 

Eindrucksvolle Reisterrassen

Landwirtschaftlich setzten die Balinesen besonders auf den Reisanbau. Dieser hat auf der Insel schon lange Tradition und Reis gilt bei den Einheimischen als Grundnahrungsmittel. Über Quellen und Bäche wird das Wasser zur Bewässerung der Reispflanzen gewonnen. Wassergräben transportieren dieses dann auf die unterschiedlichen Ebenen der Terrassen. Bis heute werden die Reisterrassen noch mühsam von Bauern angelegt. Ein Großteil der Bevölkerung Balis arbeitet im Reisanbau. Der Lohn ist dabei sehr gering, reicht den Einheimischen aber zum Überleben. Der kostbare Reis gilt auf Bali sogar als Zahlungsmittel. Dreimal jährlich können die Bauern auf Bali den Nassreis ernten und die Reisfelder sind, außer im Westen, so gut wie überall auf der Insel zu sehen. Am bekanntesten für ihre Reisfelder ist die Region Ubud. Seit 2012 zählen die Reisterrassen Balis zum UNESCO Weltkulturerbe.

Wusstet ihr, dass man in balinesischen McDonalds Filialen Reis und sogar ganze Reisgerichte bestellen kann? Wenn man den Weg zum nächste Lokal nicht selbst bestreiten möchte, kann man bequem bestellen und McDonalds liefert einem die Bestellung sogar direkt vor die Haustür. Wenn das mal nicht ein Service ist!

 

Spuckende Vulkane

Bali ist besonders für seine Vulkanlandschaft bekannt. Die unzähligen Vulkane prägen das Landschaftsbild Balis. Als Teil einer Vulkaninselkette befinden sich auf Bali noch drei aktive Vulkane. Sie sind für die Einheimischen Fluch und Segen zugleich. Das sind die zwei mächtigsten Vulkane:

  • Gunung Agung: Auf 3142 m Höhe erstreckt sich der Gunung Agung im Osten Balis. Viele Touristen besteigen den Berg, vor allem gerne in den Morgenstunden. Für die Balinesen ist der Gungung Agung der heiligste Ort der Insel und wird von ihnen verehrt. 1963 ist der Vulkan das letzte Mal ausgebrochen.
  • Gunung Batur: Der Gunung Batur liegt im Norden Balis und ist 1700 m hoch. Doch das war nicht immer so: Nach seinem letzten Ausbruch 1964 hat er ein Drittel seiner ursprünglichen Höhe verloren. Der Gunung Batur wird oft von Kletterbegeisterten bestiegen. Der Weg hinauf ist dabei nicht sehr gefährlich und gut zu begehen. Vor dem Vulkan befindet sich ein kleiner See.

Wusstet ihr, dass beim Ausbruch des Gunung Agung 1963 die Tempelanlage Pura Besakih am Westhang des Vulkans verschont geblieben ist? Für die Einheimischen stellt dieses Ereignis ein Wunder dar und bestärkt sie in ihrem Glauben, dass der Vulkan von Göttern besetzt ist.

 

Vielseitige Strände

Auch an der Schönheit der Strände hat die Natur Balis nicht gespart. Ein Strandurlaub kann auf der Insel sehr vielseitig gestaltet werden. Die Strände Balis bieten Strandvergnügen für die verschiedensten Bedürfnisse. Ob Wellenreiten, lange Traumstrände oder beeindruckende schwarze Sandstrände, die indonesische Insel muss sich auch in Sachen Stränden nicht verstecken, hier drei Beispiele:

  • Lovina Beach: Der schwarze Sandstrand von Lovina im Norden Balis ist nicht nur schön anzuschauen, das Wasser lädt auch zum Tauchen und Schnorcheln ein. In den Morgenstunden kann man dort an Delfintouren teilnehmen und die Säuger ganz nah in ihrem natürlichen Lebensraum bewundern.
  • Medewi Beach: Im Westen Balis liegt der Medewi Beach. Bekannt für die längste Linkswelle Indonesiens ist dieser Panoramastrand gerade für Surfer ein ganz besonderes Highlight.
  • Padang Padang Beach: Dieser Strand im Westen Balis kann mit türkisenem Wasser und weißem Sand bestechen. Als ein wahrer Traumstrand Balis, strahlt Padang Padang gerade in den Abendstunden eine romantische Atmosphäre aus. Erfahrene Surfer wissen diesen Strand ebenfalls zu schätzen.

Wusstet ihr, dass Asiaten Blässe als Schönheitsideal ansehen? Während andere am Strand liegen, versuchen an jeder Körperstelle ein wenig Farbe abzubekommen und meist mit Bräunungscreme noch etwas nachhelfen, wirken die Asiaten mit „Whitening Cream“ bewusst der Bräune entgegen. Auch sieht man Balinesen nicht selten, in warmer Winterkleidung eingepackt, Roller fahren – zum Schutz vor der Sonne versteht sich.

 

Heilende Quellen und Bäder

Im Land der Götter kann man neben unzähligen Tempeln auch einige heilende Quellen besichtigen. Diese sind für die Balinesen von starker religiöser Bedeutung sind und bieten für Einheimische und Touristen gleichermaßen Entspannung. Meist sind sie mit anmutenden Statuen von Göttern verziert und bieten somit ein ganz besonderes kulturelles Badeerlebnis. Hier die Top 3:

  • Goa Gajah: Der Goa Gajah ist eine Höhle in der Nähe von Ubud. Ihr Eingang wird von einem Dämonenkopf geschmückt, durch dessen Maul man die Höhle betritt. Der niederländische Entdecker der Höhle deutete die Dämonengestalt als Elefantenkopf, weswegen sie auch „Elefantenhöhle“ genannt wird. Vor der Höhle liegen Quellbäder mit steinernen Quellnymphen, aus denen das heilige Wasser fließt.
  • Die heißen Quellen in Banjar: In den Bergen im Norden Balis, genauer in Banja, befinden sich die heißen Quellen. Mitten im Dschungel erstreckt sich die aus mehreren Becken bestehende Badeanlage, welche sehr schön anzusehen ist. Aus Drachenköpfen fließt das schwefelhaltige Wasser, das mit einer Temperatur von circa 37 °C schon so manche Verspannung gelöst hat. Die Einheimischen sagen den Quellen eine heilende Wirkung nach.
  • Tirta Gangga: Der Wasserpalast Tirta Gangga liegt im Osten Balis. Ein elfteiliger Brunnen ziert die Anlage und das Wasser plätschert aus einer heiligen Quelle in die Becken. Hinduisten schätzen es aufgrund der Heilkraft von Körper und Seele. Ewige Jugend soll das Baden im heiligen Quellwasser der zwei Schwimmbecken versprechen.

Wusstet ihr, dass manche Indonesier behaupten, sie hätten schon einmal einen Geist zu Gesicht bekommen? Im Hinduismus gibt es viele Geister, die sich optisch wohl bestens in so manchen Horrorfilm fügen könnten. Der Tuyul beispielsweise sieht aus wie ein Baby, ist dabei aber ganz und gar nicht süß und unschuldig. Seine Aufgabe ist es nämlich auf Befehl andere zu beklauen. Als Gegenleistung fordert er Fürsorge seines Besitzers. Einige Balinesen nennen sich stolze Besitzer dieses Wesens.

 

Wer bei einem Urlaub auf Bali nur an Surfen und Traumstrände denkt, liegt also falsch. Neben vielen interessanten Sehenswürdigkeiten überrascht Bali auch mit einigen skurrilen Gewohnheiten – einen Besuch ist die indonesische Insel auf jeden Fall wert – jetzt wisst ihr auch, was ihr auf keinen Fall verpassen solltet!

 

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