Ganz Gran Canaria ist von Bettenburgen und Massentourismus besetzt… Ganz Gran Canaria? Nein! Im Westen der Insel gibt es einen einsamen Traumstrand – nur für Abenteurer!

Spuren im Sand

Der Playa de Gui Gui (gesprochen: Wee Wee!) gilt als schönster Strand der Insel. Er bietet durch die westliche Ausrichtung angeblich einen der schönsten Sonnenuntergänge der Insel. Mit etwas Fernsicht ist am Horizont sogar der Teide auf Teneriffa zu erkennen.

Die eigentliche Besonderheit ist aber die Abgeschiedenheit. Der Playa de Gui Gui ist nur durch eine anstrengende Wanderung oder per Boot zu erreichen. Deswegen gilt er als einsamster Strand der Insel. Manchmal ist dort tagelang kein Mensch.

Wegweiser am Playa de Gui Gui

Wegweiser am Playa de Gui Gui

 

Der Wanderweg zum Gui Gui führt ab Tasartico im unwegsamen Westen der Insel über einen Pass in das Barranco im Hinterland. Vom Pass geht es steil in Serpentinen hinunter zur Bucht von Gui Gui. Schon auf der Wanderung im Barranco konnten wir kaum glauben, dass wir noch auf Gran Canaria sind.

Dank dem tollen Naturerlebnis ist der Weg zum Gui Gui schon ein Ziel. Ein halbwegs fitter Urlauber braucht allerdings 2 Stunden pro einfacher Wegstrecke. Auch von 3 Stunden Laufzeit habe ich schon gehört. Das hält die meisten Gran Canaria Besucher davon ab den Playa de Gui Gui zu besuchen.

Der Strand selbst enttäuscht nicht. Der Sand ist zwar dunkel, aber fein und sauber. Bei Ebbe ist der Strand einige Meter breit, bei Flut verschwindet der Teil mit dem Sand völlig. Es gibt eigentlich 2 Strände. Der zweite Strand ist etwas länger und nur bei Ebbe trockenen Fusses zu erreichen. Zusammen sind die beiden Strände etwa 1 Kilometer lang.

Der Playa de Gui Gui.

Der menschenleere Playa de Gui Gui.

Playa de Gui Gui.

Playa de Gui Gui.

In 4 Tagen mit dem Zelt am einsamen Traumstrand waren meine Freundin und ich meistens ganz allein. Besucht haben uns insgesamt 5 andere Touristen. Außerdem kam eine kleine Gruppe Spanier vorbei, die sich mit ihrem Zelt für mehrere Tage in die 2. Bucht verzogen haben.

Erst am 4. Tag hat sich uns zum ersten Mal der Einsiedler gezeigt, der weiter oben in der Bucht mit seinem Esel lebt. Es gibt dort auch eine kleine Tienda für das Allernötigste und Wasser. Darauf würde ich mich aber nicht verlassen und besser eigenen Proviant und viel Wasser mitnehmen.

Einsiedler Esel

Wegen der Abgeschiedenheit gilt der Gui Gui auch als FKK-Strand und ist angeblich bei kiffenden Hippies sehr beliebt. Außerhalb von Ferienzeiten, zu Ostern, Weihnachten oder im August, ist aber wie gesagt fast nichts los. Das ist schließlich der Reiz am Playa de Gui Gui.
Der Gui Gui ist ein völlig anderes Gran Canaria Erlebnis, als Maspalomas und Bettenburg – nur für Abenteurer 😉

Die Wanderung ist gut markiert ab Tasartico, erreichbar mit einem Mietwagen. Alternativ geht auch ein Weg von San Nicolas kommend. Diese Wanderung dauert aber länger, 6+ Stunden. Nach San Nicolas fährt der öffentliche „Guaguas“ Bus von z.B. Maspalomas oder Las Palmas aus.

Die einzige Alternative zum Wandern ist das Boot. Es gab früher ein Wassertaxi ab Puerto de las Nieves, aber das wurde wieder eingestellt. Die einzige Möglichkeit ist nun eine organisierte Bootstour ab Puerto Base mit einer Stunde Aufenthalt am einsamen Traumstrand.

Es ist offiziell verboten im Nationalpark Gui Gui zu zelten. Das interessiert außer zu Stoßzeiten wie Ostern niemanden.

Sonnenuntergang am Playa de Gui Gui.

Sonnenuntergang am Playa de Gui Gui.

Unbedingt genug Wasser mitnehmen. Wir hatten 2 Liter pro Nase und Tag dabei und es hätte mehr sein können.

Viel Spass am einsamen Traumstrand!

 

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Florian_Blümm

Autor Florian Blümm

Ein Artikel von Florian Blümm. Florian ist als Budget Backpacker seit mehr als 3 Jahren auf Langzeitreise. Er bloggt über Spartipps beim Reisen und günstige Reiseziele wie Indonesien auf flocutus.de. Seine Reisefoto Highlights gibt es in einem kostenlosen Bildband. Mehr Informationen über Florian findet ihr auf seiner Autorenseite