Steckbrief

In einer Nacht in den 90er Jahren suchte Madlen im
 venezolanischen Amazonasgebiet ein Virus heim – der des Reisens. Für ihre Trips auf dem gesamten Globus sucht Madlen sich die Plätze auf der Welt aus, die noch nicht „ausgereist“ sind und scheut auch nicht den fehlenden Komfort. Am
 wohlsten fühlt sie sich dort, wo es krabbelt, lebt und grün ist. So 
ist sie am liebsten am und auf dem Amazonas unterwegs und am
 Wochenende in Mecklenburg-Vorpommern. Ihre Reisen führten
 Madlen in knapp 60 Länder. Seit 2009 bloggt sie darüber, seit 2012 auf puriy.de.

 

Madlen und Lars tanzend am Strand von Ahrenshoop

Madlen und Lars tanzend am Strand von Ahrenshoop

Worum geht es bei puriy?

Bei puriy stehen die Liebe zum Reisen, das aktive Erleben von Natur und das Interesse an anderen Kulturen im Mittelpunkt. puriy soll Lust machen, die Welt selbst zu entdecken, ob in der Ferne oder auch in unserer unmittelbaren Umgebung. Neugierde, Interesse, Aufgeschlossenheit und Bewegung – Reisen ist eine Einstellung, nicht nur ein ausgefülltes Zeitstück fernab der Heimat. Wer Urlaub sucht, ist hier falsch. Hauptsache raus, ist unser Motto. puriy will den Blick für das Andere öffnen, um die Welt bewusst und aktiv zu erleben.
puriy ist Reisen – Natur, Menschen, Kultur.

 

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Reisebloggerin Madlen über Aktivurlaube und Strände 

Madlen, du kommst ursprünglich aus Thüringen, lebst jetzt in Berlin, aber richtig Zuhause bist du eher in Südamerika, oder? Was liebst du an dem Kontinent so sehr?

Es gibt viele Gründe, weshalb ich mein Herz an Südamerika verloren habe. Sicherlich ist einer davon, der Reiz des ersten Mals. In Venezuela habe ich einst begriffen, was Reisen für mich bedeutet. Hier habe ich mich in den Amazonas-Urwald verliebt, in die Anden, in die Llanos-Ebene, hier habe ich mich plötzlich für Salsa, Cumbia und Merengue begeistert, hier habe ich eine besondere Gastfreundschaft gepaart mit dem wunderbaren Temperament zu schätzen gelernt. Natürlich wird dieses Gefühl, das Dich ewig begleitet, mit der wahnsinnigen Landschaftsvielfalt ergänzt – die von der Karibik über die Anden, den Urwald, die endlosen Grasebenen bis zu den Wüsten reicht. Daneben begeistert mich immer wieder das Jahrtausende alte kulturelle Erbe und die unberührte Natur des südamerikanischen Kontinents. Südamerika ist auch beim zigsten Besuch noch spannend und überrascht, gerade weil der Kontinent neben der kulturellen und landschaftlichen Bandbreite auch hinsichtlich der Menschen – vom Temperament der Kolumbianer über die zurückhaltende Hochland-Bevölkerung Boliviens bis zu den europäisch geprägten Argentiniern – so vielseitig ist.

 

Du warst im letzten Jahr mehr als vier Monate unterwegs. Was hat dich in 2014 am meisten geflasht?

2014 war ein Jahr der Superlativen und einige Träume sind tatsächlich wahr geworden. Ich war auf Galapagos, was ich mir auf meiner ersten Reise nach Ecuador als Studentin damals nicht leisten konnte und war natürlich von diesem abgeschiedenen Inselreich und seiner wahnsinnigen Fauna geflasht. Wo sonst schwimmt man mit Robben, Rochen, Haien, Pinguinen zeitgleich zusammen im Meer. Was mich jedoch noch ein Stück weit mehr fasziniert hat, war meine Bergsteiger-Woche in den Anden, die mit der Besteigung des knapp 6000 m hohen Cotopaxis ihren Höhepunkt fand. An dem Gipfel fliegen Flugzeuge vorbei, denen wir vis-à-vis zuwinken konnten. Ich glaube, dieses Ereignis wird schwer zu toppen sein, auch in den kommenden Jahren. Nicht zuletzt war ich aber auch von der Wüstenlandschaft Namibias schwer beeindruckt. Zieht es mich sonst meist eher in die satt grünen Urwaldregionen, in denen es nur vor Leben wimmelt, war diese Kargheit ein schöner Kontrast.

 

Einen besonderen Strand hast du damals auf Kuba entdeckt. Warum war genau dieser Strand für dich so einzigartig?

Kuba ist voll mit besonderen Stränden – meinen schönsten habe ich auf Cayo Jutías entdeckt. Wir fuhren über einen 4 km langen Damm, der die Insel mit der kleinen vorgelagerten Cayo verbindet. Hier war fast niemand. Ein kleines Restaurant ist der Anziehungspunkt der wenigen Touristen, ansonsten sucht sich zwischen den Mangroven und Palmen jeder sein Stück feinkörnigen Strand und genießt den sanften Wellenschlag. Ich mag keine glatt gebügelten Strände, sondern es muss immer noch ein bisschen mehr als bloßer weißer Sand sein. Mal sind es felsige Steilküsten, mal sind es eben Mangroven, wie es hier der Fall war.
Du gehst wandern, besteigst die Gipfel dieser Welt und stürzt dich beim Canyoning in die kalten Fluten. Mal die Füße hochlegen scheint bei dir nicht in Frage zu kommen. Wie verhält sich das mit Strandurlauben?

Tatsächlich schaffe ich es nicht, mehr als drei Tage am Stück am Strand zu verbringen. Es muss immer noch etwas zu tun sein – Strand muss sich verknüpfen lassen, mit Schnorcheln, Tauchen, Wandern… Die Abwechslung macht es. Am optimalsten ist es, wenn ich eine Reise am Strand einläuten und ausklingen lassen kann – das Zwischenstück fülle ich gern mit Aktivitäten.

 

Welche Aktivitäten oder Sportarten würdest du am Strand bevorzugen, um eben nicht den ganzen Tag auf der faulen Haut zu liegen?

An der Ostsee spiele ich gern Frisbee oder radle mal zwischendurch. Auf Reisen ist das mit Sport schon schwieriger. Meist sind es eher Wassersportarten wie Schnorcheln oder Tauchen oder mal kleine Wanderungen. Und nicht zuletzt ist das Meer ja auch zum Schwimmen da.

 

Danke für das Interview, Madlen. Eine letzte Frage haben wir noch: Welche Strände wirst du in diesem Jahr noch bereisen und wie stellst du sie dir vor?
Worauf ich mich aktuell sehr freue, ist das Tote Meer – wo Salz auf Sand trifft. Hier stelle ich mir eher einen naturkargen Strand vor und bin gespannt, was das Salz aus der Sandstruktur macht und wie mich das Wasser trägt. Ansonsten steht auf jeden Fall wieder die Ostsee im Sommer an – da freue ich mich auf Neuentdeckungen.

 

Artikel von Madlen auf Beach-Inspector.com

Im Sommer geht es an die Ostsee

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