„You gather the idea that Mauritius was made first, and that heaven was copied after Mauritius“ – Mark Twain

Ja ich weiß, diesen Satz liest man in jedem Reiseführer über Mauritius. Aber mal ganz ehrlich: Ist so!

Mauritius lässt sich gar nicht anders beschreiben. Mauritius IST das Paradies. Oder das Paradies ist Mauritius. Aber ganz egal wie man es nimmt: diese Insel sollte auf jeder Bucketlist stehen. Neben paradiesischen Sandstränden, bizarren Berglandschaften, beeindruckenden Wasserfällen und einer Kultur, die vielfältiger kaum sein könnte, ist in dem Inselparadies ein ganz bestimmter Ort ein absolutes Muss. Und der liegt unter Wasser.

 

TAUCHEN & SCHNORCHELN

Um ganz genau zu sein ist es nicht nur ein Ort. Es sind mehrere. Eigentlich ist von der ganzen Unterwasserwelt die Rede. Und da ist jeder Spot eine Welt für sich. Wenn ihr alles sehen wollt, habt ihr in Mauritius ganz schön viel zu tun.

Die Insel ist fast vollständig von einem Schutzwall aus Korallenriffen umgeben. Zwischen diesem schützenden Ring und den Puderzucker-weißen Sandstränden befinden sich Lagunen mit türkisfarbenem Wasser, welches klarer kaum sein könnte. Die Wassertemperaturen bewegen sich zwischen 23-28 Grad Celsius und bieten so das ganze Jahr über perfekte Bedingungen zum Schnorcheln und Tauchen.

Von Spot zu Spot kann sich das Bild unter Wasser stark verändern

Von Spot zu Spot kann sich das Bild unter Wasser stark verändern

NEMO & CO.

Die Korallenriffe bilden den Lebensraum zahlreicher bunter Fische, groß wie klein. Papageienfische, im Dunkeln leuchtende Garnelen, Krebse, Kraken, die sich farblich an verschiedene Oberflächen anpassen, Tintenfische, Rochen, Seenadeln, Fahnenfische, Dicklippenfische, Kaiserfische, Muränen, Engel- Koffer- und Trompetenfische, und viele weitere Riffbewohner sind hier anzutreffen.

Dazu kommen für den Menschen giftige Meeresbewohner, wie der Rotfeuerfisch, an dessen Rückenflosse Giftstacheln ragen, die zu fiesen Verletzungen führen können. Ein weiterer, weitaus gefährlicherer Fisch ist der sogenannte Steinfisch. Dieser Knochenfisch ist ziemlich hinterhältig. Er kann seine Gestalt, Farbe und Haltung perfekt an die Umgebung anpassen, weshalb er oft für einen Stein gehalten wird. An seinen Rückenflossen sind Giftstacheln, deren starkes Gift für den Menschen sogar tödlich sein kann. Ouch!

Der Steinfisch gehört zu den giftigsten Fischen weltweit

Der Steinfisch gehört zu den giftigsten Fischen weltweit

Die meisten Riffbewohner sind aber harmlos. Also keine Panik. Diese Artenvielfalt zu verpassen, wäre eine Schande. Also lasst euch bloß nicht von irgendwelchen Schauergeschichten vom Wasser abhalten!

Weitere hier anzutreffende, zugegebenermaßen etwas Angst-einflößende Tiere sind die Muränen. Muränen sind nachtaktiv und leben in Spalten und Höhlen der Riffe, um dort Beutetieren wie Krebsen und Fischen aufzulauern. Obwohl diese bis zu 3-Meter-langen Aal-artigen Fische auf den Menschen einen recht bedrohlichen Eindruck machen dürften – was unter Umständen auch an dem riesigen Maul mit den recht scharfen Zähnen liegen kann – sind Muränen eher scheue und harmlose Tiere, so lange man sie nicht belästigt. Denn sollte sich die Muräne bedroht fühlen, könnte der Tauchgang in einem bissigen Szenario ausarten und in schmerzhaften Wunden enden. Wieder ouch. Also bewundert diese schönen Tiere lieber mit Sicherheitsabstand.

Muränen sind, auch wenn sie einen bedrohlichen Eindruck machen, eher scheue und harmlose Tiere

Muränen sind, auch wenn sie einen bedrohlichen Eindruck machen, eher scheue und harmlose Tiere

Solltet ihr dagegen außerhalb des Riffs tauchen gehen, werdet ihr sicherlich auf den einen oder anderen großen Fisch treffen. Und mit groß meine ich nicht nur Rochen, Haie, Thunfische, Makrelen oder den schwarzen oder blauen Marlin, sondern je nach Jahreszeit sogar Wale. Zu den beliebtesten Meeressäugern gehören darüber hinaus natürlich auchdie Delfine, welche sich gerne in kleinen Gruppen vor der Westküste von Mauritius tummeln.

Alles in allem solltet ihr bei einem Mauritius-Urlaub definitiv mehrere Tauchspots der Insel ansteuern, denn jede Seite der Insel ist unterschiedlich und sogar von Dive-Spot zu Dive-Spot kann sich das Bild stark verändern.

Der Hai greift den Menschen normalerweise nicht an. Es kann aber sein, dass er seine Beute verwechselt und Surfer für rudernde Robben oder Schildkröten hält - seine Leibspeise

Der Hai greift den Menschen normalerweise nicht an. Es kann aber sein, dass er seine Beute verwechselt und Surfer für rudernde Robben oder Schildkröten hält – seine Leibspeise

Rotfeuerfische gehören zu den imposantesten Fischen. Dessen Giftstacheln können jedoch zu fiesen Verletzungen führen, weshalb man sich nicht allzu nah heranwagen sollte.

Rotfeuerfische gehören zu den imposantesten Fischen. Dessen Giftstacheln können jedoch zu fiesen Verletzungen führen, weshalb man sich nicht allzu nah heranwagen sollte.

AUF DEM WASSER

Mauritius hat nicht nur unter sondern auch auf dem Wasser eine Menge zu bieten. Neben recht ruhigen Aktivitäten wie SUP, Tretbootfahren, und Kanufahren, lohnt es sich sicherlich mit dem einen oder anderen sogenannten „Glassbottom-Boot“ aufs Meer hinauszufahren und sich die bunten Meeresbewohner vom Boot aus anzugucken.

Wenn ihr jedoch eher nach einem Adrenalinkick Ausschau haltet, solltet ihr euch in den Südwesten der Insel begeben und euch an eine der wohl halsbrecherischsten Wassersportarten wagen: Kitesurfen.

Einige - meist erfahrenere - Kiter benutzen auch gerne ein normales Surfbrett statt ihres Kiteboards

Einige – meist erfahrenere – Kiter benutzen auch gerne ein normales Surfbrett statt ihres Kiteboards

KITESURFEN

Der Le Morne Beach, ein öffentlicher Strand nicht weit des St. Régis Resorts direkt unter dem großen Wahrzeichen der Insel, dem Berg Brabant, gehört zu den besten und vor allem vielseitigsten Kitespots der ganzen Welt. Deswegen versammeln sich hier Kitesurfer aus aller Welt und versuchen Wind und Welle zu bändigen.

Dieser Multispot verbindet auf engstem Raum alle möglichen Kitebedingungen: von der Flachwasserlagune über kleine Wellen bis zu dem berühmten Wellenspot „One-eye“ (Auf Grund starker Strömungen nur für Profis geeignet!) bietet dieser Spot perfekte Bedingungen für alle Könnerstufen.

Nicht nur zum Tauchen, sondern auch für das Kitesurfen ist das Riff, welches beinahe durchgängig die ganze Lagune umzäunt, ein Segen, denn es fängt die Wellen ab und macht auf diese Art und Weise möglich, dass fast immer Flachwasser in der Lagune ist.

Ich bin an diesem Strand zwar nur Zuschauer, aber schon vom Zugucken werde ich ganz hibbelig und würde mich am liebsten selbst aufs Board stürzen. Soll gar nicht so einfach sein. Denn man muss nicht nur ein Gefühl für die Wellen entwickeln, sondern vor allem lernen den Wind richtig einzuschätzen. Was auch immer das heißen soll. Außerdem ist der Sport nicht ganz ohne, denn die Gefahr wortwörtlich „weggeweht“ zu werden ist gar nicht so unwahrscheinlich. Einige Todesfälle weltweit hat es bereits auch gegeben. Wenn ihr also keine Erfahrungen im Kitesurfen mitbringt, fangt am besten mit einem guten Kitekurs an, in dem euch erklärt wird, wie man bestimmte Situationen einzuschätzen hat. So seid ihr auf der sicheren Seite.

Kiter aus aller Welt kommen hier her, um Wind und Welle zu bezwingen

Kiter aus aller Welt kommen hier her, um Wind und Welle zu bezwingen

Es lohnt sich aber definitiv das Kitesurfen mal auszutesten, vor allem für die Adrenalinjunkies unter uns. Denn mehr Sprünge und Tricks hat wohl kein anderer Wassersport zu bieten. Also traut euch! 😉

Fazit: Wie ihr seht, seid ihr auf dieser wunderschönen Insel gut bedient – ganz egal ob auf oder unter Wasser. Genug zu sehen und zu tun gibt es allemal. Langweilig wird euch hier also nie. Eine Wasserwelt für sich.

 

Wohin es mich als nächstes verschlägt, seht ihr dann im nächsten Blogpost.

Bis dann!

Eure Iza

 

Kein Sport hat wohl mehr Sprünge und Tricks zu bieten als Kitesurfen

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