Dubai ist von Wüste umgeben. Sand so weit das Auge reicht sozusagen.

Obwohl die boomende Metropole Dubai eine Faszination für sich ist, lockt auch der goldene Wüstensand mit seiner atemberaubenden Weite. Auch mich zieht die golden schimmernde Wüste magisch an, weswegen ich nach einer Woche in Dubai beschließe, mich einer der berühmten Wüsten-Safaris anzuschließen.

Das goldene Meer

Um 15 Uhr werde ich, zusammen mit meinem Kollegen Martin von We Travel The World, abgeholt. Mit vier weiteren Insassen im Jeep geht es in das Dubai Desert Conservation Reserve. Auf dem Weg erzählt uns unser Guide, was auf der heutigen To-Do-Liste steht:

1. „Dune Bashing“ für Anfänger. Oder ganz plump übersetzt: Mit dem Jeep oder Sandbuggy durch die Wüste preschen. Im Sand stecken zu     bleiben ist hier also keine Seltenheit. Was sich aber so wild anhört, wird bei den beliebten Touristen-Touren nur annähernd ausgelebt. Also keine Sorge: Unter den Guides sind keine wahnwitzigen Raser, die es darauf anlegen, dass einer der Insassen einen Herzinfarkt erleidet.

Wüstensafari: Martin und ich sind auf den beliebten Tagesausflug gespannt!

Wüstensafari: Martin und ich sind auf den beliebten Tagesausflug gespannt!

2. „Der mit dem Falken tanzt“: Neben Kamelen gibt es in der Wüste auch weitere faszinierende Wildtiere. Vor allem in der sogenannten Falkenshow erklären und demonstrieren erfahrene Trainer das Jagdverhalten und die Lebensweise der Falken. Wusstest ihr z.B., dass die Falken im Sturzflug eine Geschwindigkeit von bis zu 320 km/h erreichen können? Ganz schön abgefahren.

Im Sturzflug erreichen Falken eine Geschwindigkeit von bis zu 320 km/h!

Im Sturzflug erreichen Falken eine Geschwindigkeit von bis zu 320 km/h!

3. Sonnenuntergang in der Wüste: Romantik pur. Schlägt ohne Witz jeden schnulzigen Liebesfilm! Das sieht man nicht alle Tage und nebenbei ist es ein tolles Fotomotiv. :)

Besser als jeder Liebesfilm: Einen vergleichbaren Sonnenuntergang hat man nicht alle Tage!

Besser als jeder Liebesfilm: Einen vergleichbaren Sonnenuntergang hat man nicht alle Tage!

4. Anschließender Besuch eines Beduinencamps inklusive Abendessen mit Bauchtanzvorführung: Für meinen Geschmack etwas zu touristisch und überlaufen, aber definitiv sehenswert! Shake it, shake it!

Fazit: Unser erster Kontakt mit dem goldenen Wüstenmeer Dubais ist ein voller Erfolg und sicherlich ein gelungenes Erlebnis für alle Teilnehmer!

Alles in einem ein runder Tagesausflug also, der von Dubai-Touristen sehr gerne auf Grund vieler unterschiedlicher Eindrücke in nur einer Tour in Anspruch genommen wird.

Was dagegen nur sehr wenige Touristen machen, ist eine Aktivität, die sich „Extreme Dune Bashing“ nennt, und zu der wir uns am darauffolgenden Tag von Freunden aus Abu Dhabi überreden lassen. Im Gegensatz zur Spazierfahrt am Vortag, legen es unsere Freunde sehr wohl darauf an, dass Martin und ich einen Herzinfarkt erleiden. Kein Scherz.

Safety first

Nachdem man mich also mehr oder minder in die Wüste „verschleppt“ hat, spreche ich meine letzten Gebete und atme noch einmal tief ein und aus. Während dessen werden die Jeeps, mit denen wir gleich durch die Wüste heizen werden, auf Herz und Nieren gecheckt und vorbereitet. Ganz so wahnwitzig ist Eby, der Fahrer des Jeeps, dann wohl doch nicht. Denn die nötigen Sicherheitsvorkehrungen werden vor Abfahrt mindestens zwei Mal geprüft:

1. Ein kleines Fähnchen wird gehisst und 3 Meter über dem Jeep platziert, damit wir im Wüstenmeer nicht „untergehen“ und andere Fahrer in der Wüste auf unseren Jeep aufmerksam gemacht werden. Auf diese Art und Weise werden viele Unfälle verhindert.

"It´s a Jeep thing": Kein Auto ist besser zum "Extreme Dune Bashing" geeignet als der Klassiker unter den Geländewagen

„It´s a Jeep thing“: Kein Auto ist besser zum „Extreme Dune Bashing“ geeignet als der Klassiker unter den Geländewagen

2. Eby trägt zur Verständigung ein Walkie Talkie am Hals, um Notfalls um Hilfe zu rufen oder umliegende Fahrzeuge zu warnen.

3. Die Luft in den Reifen wird vor Abfahrt abgelassen, damit die Reifen flach sind und nicht unglücklicherweise im Sand stecken bleiben. Das wäre mehr als unglücklich.

4. Anschnallen, Augen zu – Amen – und gut festhalten!!!

Klingt ja erst mal alles logisch. Macht´s aber nicht besser. Schiss hab ich nämlich trotzdem. Und ein Licht am Ende des Tunnels bilde ich mir bereits auch ein. Naja. Licht hin oder her: Es gibt jetzt kein zurück mehr. Was mich einigermaßen beruhigt ist, dass die Fahrer mehrere Jahre Erfahrung haben. Zumindest behaupten sie das. Na immerhin.

Damit der Wagen in der Wüste nicht überhitzt, schaltet Eby als letzte Sicherheitsmaßnahme die Klimaanlage aus, was die Temperatur im Wagen ganz schnell hoch hüpfen lässt. Meinen Puls übrigens auch. Es wird allmählich ganz schön warm. Mitten in der Wüste sollte mich das jedoch eigentlich nicht wundern.

Hot, Hotter, Dune Bashing

Und bevor ich überhaupt flüchten kann (wovon ich euch in der Wüste eh abraten würde), rasen wir bereits die erste Düne hoch. Ob es an der Außentemperatur oder am hitzigen Fahrstils des Fahrers liegt: ich komme ganz schön ins Schwitzen! Und wider Erwarten: es macht unglaublich viel Bock!

Hot, hotter, Dune Bashing: In der Wüste wird ab und zu gerne geheizt!

Hot, hotter, Dune Bashing: In der Wüste wird ab und zu gerne geheizt!

Bevor man überhaupt merkt, dass es rauf geht, geht es auch wieder runter. Wer also leicht Seekrank wird, ist hier definitiv fehl am Platz. Ganz ungefährlich ist es darüber hinaus auch nicht. Aber wie so oft im Leben: No risk, no fun!

Und Spaß hab ich hier mehr als genug. Obwohl mir Eby mit seinem leicht irren Blick und Sprüchen wie „We are going to fly!“ und einem anschließenden „Muahahaaa!!!“ mehrmals zu grübeln gibt, fühle ich mich zu keinem Zeitpunkt unsicher. Ganz im Gegenteil.

Martin, Karam, Eby und meine Wenigkeit kommen ganz schön ins Schwitzen!

Martin, Karam, Eby und meine Wenigkeit kommen ganz schön ins Schwitzen!

Nach gefühlten 5 Minuten und tatsächlich gefahrenen 5 Stunden ist unser Wüstenabenteuer auch schon vorbei und wir begeben uns wieder in Richtung Zivilisation, bevor uns die Hitze noch zu Kopf steigt. Ein weiterer toller Tag in dem Märchen aus 1001 Nacht geht zu Ende. Doch das war zum Glück noch nicht alles, denn das Abenteuer geht weiter!

In den kommenden Tagen erwartet uns noch viel mehr. Vor allem kulinarisch als auch kulturell wird es ergiebig. Was genau unser Märchen für uns bereit hält, seht und lest ihr dann nächste Woche wieder hier auf meinem Blog! Ich freu mich auf euch!

Eure Iza

Besuch eines Beduinencamps inklusive Abendessen mit Bauchtanzvorführung

Besuch eines Beduinencamps inklusive Abendessen mit Bauchtanzvorführung

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