Strandurlaub mit Kultur

Sonne, ein kühler Drink und das Rauschen des Meeres gehören zu einem richtig Strandurlaub wie der Sand ans Meer! Du genießt es dir die warme Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen, aber brauchst manchmal eine Abwechslung zum Faulsein? Das klingt so, als ob dir eine Portion Kultur gut tun würde! Strandurlaub bedeutet nämlich nicht zwingend, dass du den ganzen Tag am Meer liegen und dich bräunen musst. Strand- und Kultururlaub schließen sich keinesfalls aus! Das glaubst du uns nicht? Na dann schau dir doch mal unsere Liste mit 11 Sehenswürdigkeiten an, die du locker mit einem Tag am Strand verbinden kannst. Wir stellen dir im Folgenden Bauwerke, wunderschöne Naturschauplätze und historische Orte vor, die von der UNESCO zum Welterbe der Menschheit gezählt werden. Nagut, wir geben zu: 9 der Orte kannst du locker in deinen Strandurlaub integrieren, die anderen beiden kannst du bei einem Tagesausflug erkunden. Sie sind aber einfach so toll, dass wir sie dir nicht vorenthalten wollen!

 

 

UNESCO, was?

Du fragst dich jetzt bestimmt, was so besonders daran ist, wenn ein Bauwerk oder ein Nationalpark von der UNESCO ausgezeichnet wird bzw. was diese ominöse UNESCO überhaupt ist. Kein Problem, wir erklären es dir kurz:

 

Hinter der Abkürzung UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Culture Organization) verbirgt sich eine der 17 Sonderorganisationen der Vereinten Nationen. Diese spezielle Vereinigung beschäftigt sich mit der Erziehung, der wissenschaftlichen Förderung und der kulturellen Aufklärung der Menschen in den Mitgliedsstaaten.

 

Einfach gesagt: Die UNO möchte, dass alle Menschen die Möglichkeit haben schlau zu werden und sich die historischen Zeugnisse unserer Vorfahren ansehen können. Deswegen hat die UNO die Sonderorganisation UNESCO ins Leben gerufen. Das Komitee hat bisher über 1.000 Natur- und Kulturstätten weltweit geschützt, allein in Deutschland gibt es 41 Welterbestätten, wie zum Beispiel den Kölner Dom.

Weshalb aber muss man diese Orte schützen, fragst du dich jetzt? Die UNESCO möchte verhindern, dass wichtige Orte, weder durch Krieg noch durch die Einheimischen zerstört werden können. Denn früher dienten besonders Burgen als Steinbruch für den Aufbau von Häusern. Damit so etwas nicht wieder passieren kann, nimmt das Komitee der UNESCO immer mehr bedeutende Orte auf der Welt unter ihren Schutz. Dafür muss sich das jeweilige Land bewerben und dann wird abgestimmt, ob die jeweilige Stätte wichtig genug ist, auf die Liste zu kommen. Wir wissen, du bist schon ganz heiß darauf zu erfahren, welche Orte du in deinem nächsten Strandurlaub besuchen kannst, ABER: Bevor es mit den Stätten in Strandnähe losgehen kann, muss zwischen den Begriffen WeltKULTURerbe und WEltNATURerbe unterschieden werden.

 

Weltkulturerbe oder Weltnaturerbe

Wie der Name Weltkulturerbe schon sagt, geht es um die Geschichte, die Traditionen und die Bewohner eines Gebietes, eben um die Kultur. Besondere Bauwerke, wie die Museumsinsel in Berlin oder ganze Städte oder Teile des historischen Kerns wie die italienische Stadt Venedig, wurden von dem Komitee der UNESCO als besonders wertvoll bezeichnet und tragen daher den Titel Weltkulturerbe. Zu dem Welterbe der Menschheit gehören aber nicht nur vom Menschen geschaffene Bauwerke, sondern auch die Naturschätze unserer Welt. Besondere Schönheit und Landschaftsformen charakterisieren ein Weltnaturerbe.

 

Zeugnisse der Antike

 

Zeugnisse der Antike

Nun geht es aber endlich los. Es gibt natürlich noch viel mehr Stätten in der Nähe von Küsten, aber alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen.

Besonders wichtig sind der UNESCO Stätten, die über die Jahre hinweg, sowohl durch Vegetation als auch durch den Menschen, teilweise zerstört wurden. Hierbei handelt es sich oftmals um Zeugnisse aus vergangenen geschichtlichen Epochen. Ausgrabungsstätten und archäologische Fundstellen bilden die Masse dieser geschützten Orte.

 

Die Ausgrabungsstätte Trojas – Griechenland lag in der Türkei

 

Das Trojanische Pferd aus Holz

Griechische Geschichte auf türkischem Boden – Das Trojanische Pferd

Wusstest du, dass die Türkei früher einmal zum antiken Griechenland gehörte? Nein? Dann wirst du staunen, wenn wir dir sagen, dass Reste eine der berühmtesten antiken griechischen Städte auf türkischem Boden gefunden wurde. Die Rede ist von der sagenumwobenen Stadt Troja. Dem Mythos nach entführte der trojanische Prinz Paris die schöne Helena aus den Armen ihres Mannes, Menelaos, hinter die Mauern der Stadt Troja. Dieser, in seiner Ehre verletzt, ließ sich den Raub natürlich nicht gefallen und begann den 10 Jahre andauernden trojanischen Krieg, in dem Helden wie Achilles und Odysseus kämpften. Durch dessen List gelang es dann auch mit einem hölzernen Pferd, die Stadt Troja einzunehmen. Zurzeit arbeiten Archäologen und Geologen daran, die Reste der sagenhaften Stadt auszugraben und für Besucher zugänglich zu machen. Schon heute kann man den Nationalpark Troja mit der Ausgrabungsstätte besuchen. Das Beste daran ist: Die Ausgrabungsstätte liegt nur ca. 15 km von der Küste entfernt und kann mit einem Mietauto oder per Fahrrad beispielsweise vom Yeniköy Limanı Strand leicht erreicht werden. So kannst du dir nach einer Besichtigung des Nationalparks eine Abkühlung im Mittelmeer gönnen und dich wie die schöne Helena oder ein griechischer Held fühlen. Welche Sehenswürdigkeiten du dir in deinem Türkei Urlaub noch anschauen solltest, zeigen wir dir hier.

 

Pompeji – Eine römische Stadt zum Anfassen

 

Die Reste der antiken Stadt Pompeji

Die Straßen der römischen Stadt Pompeji

Wieso planst du deinen nächsten Urlaub nicht in Italien – genauer gesagt in die Region Neapel. Denn dort kannst du römische Geschichte live erleben, wenn du durch die Straßen des antiken Pompejis läufst. Die Stadt liegt am Fuße des Vesuvs und wurde im Jahre 79. n. Chr. durch den Ausbruch des Vulkans verschüttet.  Alle 10.000 Einwohner kamen dabei ums Leben. Über 1.500 Jahre lang war die Stadt unter einer ca. 25 m dicken Schicht aus vulkanischem Bimsstein und Asche begraben. Im 18. Jahrhundert wurde die Pompeji bei Ausgrabung wieder entdeckt und ist mittlerweile vollständig „befreit“ worden. Heute gilt der Ort als eine der best-erhaltensten Ruinen-Städte der Antike. Pompeji zieht jedes Jahr zahlreiche Kulturinteressierte an, die mit Blick auf den Unglücks-Berg Vesuv durch die Straßen der römischen Stadt laufen. Nach einem Besuch in Pompeji kannst du dich ganz bequem an einem der Strände, die zu Fuß leicht zu erreichen sind, mit einem tollen Blick auf den Vesuv, entspannen.

 

Geschützte Städte

 

Romantische Altstädte mit historischer Vielfalt

Wer im Geschichtsunterricht aufgepasst hat, der weiß welche Epoche auf das Altertum folgte. Richtig, die dunkle Zeit des Mittelalters. Die Bildung der Menschen ging zurück, sodass Handel und Kriege die Beziehungen zwischen den Ländern bestimmten. Besonders die Bauweise der Handelsstädte zeigen, wie wichtig es war, sich vor Feinden von außerhalb zu schützen.

 

Die Altstadt von Rhodos Stadt – Geschichte inmitten des modernen Tourismus

 

Die Festungsmauer der Altstadt von Rhodos

Ganz in der Nähe des Strandes Elli Beach liegt die Altstadt von Rhodos

Das sieht man besonders an der Bauweise der Altstadt der griechischen Insel Rhodos. Sie liegt teilweise auf einem Hügel und ist von einer ca. 4 km langen Festungsmauer umgeben. Im Großmeisterpalast, der im Altstadt-Ring von Rhodos Stadt liegt, wird die Geschichte des Johanniterordens behandelt, der lange im Mittelalter über die Insel „herrschte“. Die kleinen Gassen innerhalb der Stadtmauer zeugen von den Einflüssen der Römer, Araber und Italiener auf der Insel. So kommt es, dass du dort ein christliches Kloster, eine Moschee und Reste von römischen Häusern nebeneinander gebaut sehen kannst. Wenn du nach einem anstrengenden Stadtrundgang entspannen und dich erfrischen möchtest, dann kannst du das ganz einfach an den beiden Stränden von Rhodos Stadt tun. Von der Altstadt läufst du nur ca. 20 Minuten bis an die beiden Stadtstrände Elli Beach und City Beach West. Der wunderschöne Sonnenuntergang an den Stränden rundet deinen Sightseeing-Tag ab.

 

Die Altstadt von Dubrovnik – Game of Thrones lässt grüßen

 

Die Mauer von Dubrovniks Altstadt

Die Mauer der Altstadt schütze früher die Menschen aus Dubrovnik vor Feinden

Game of Thrones-Fans, Strandurlauber und Kulturinteressierte tummeln sich in den Gassen von Dubrovniks Altstadt. Die mittelalterliche Stadt wurde im 13. Jahrhundert mit einer Mauer umschlossen, um sich vor Feinden zu schützen. Noch heute kannst du die vielen Festungen und Bastionen, welche die Altstadt umgeben, besichtigen. Zwei Haupttore bilden den Zugang zur Innenstadt, welche unter anderem die Kathedrale von Dubrovnik, den Sponza-Palast und den Großen Onofrio-Brunnen beherbergt. Ein Besuch des Marktplatzes solltest du dir nicht entgehen lassen, denn noch heute werden dort regionale Spezialitäten und Handwerk verkauft. Außerdem lohnt sich ein Rundgang auf der Stadtmauer: Von hier aus kannst du einerseits in die Gassen der Stadt schauen, andererseits hast du einen wunderschönen Ausblick auf die vorgelagerten Inseln vor der kroatischen Küste. Auch Dubrovnik punktet mit einem kleinen, aber feinen Sandstrand direkt vor den Toren der Altstadt. Dort gibt es sogar Freizeitangebote, wie Parasailing und Bananabootfahren. Auf dem Weg zum Strand durchläufst du also ohne Absicht die Straßen des UNESCO-Kulturerbes.

 

Die Kolonialstadt in Santo Domingo – Die alte Neue Welt

 

Die Straßen der Kolonialstadt Santo Domingo in der Dominikanischen Republik

Die Straßen der Kolonialstadt Santo Domingo sind nur einige Minuten vom nächsten Strand entfernt

Als die Seefahrer immer mehr neue Fleckchen Erde auf der Welt fanden, begann in der Renaissance die erste Phase der Kolonisation in Südamerika. Die Dominikanische Republik wurde von dem Seefahrer schlechthin entdeckt, Christoph Kolumbus. Santo Domingo ist nicht nur die Hauptstadt der Dominikanischen Republik, sondern auch die älteste Kolonialstadt, die von europäischen Kolonisten auf dem amerikanischen Kontinent gegründet wurde. Seit 1990 zählt die Altstadt von Santo Domingo, oder früher La Nueva Isabela, zum Weltkulturerbe der UNESCO. Denn der Grundriss der Stadt galt in der Frühen Neuzeit als Idealbild und wurde somit als Vorbild für weitere Städtegründungen in Lateinamerika genommen. Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist die Basilica Menor de la Virgen de La Anunciación, in der sich bis 1992 die Gebeine von Christoph Kolumbus befanden. Nur ein paar Kilometer trennen dich von den historischen Straßen der Altstadt und dem traumhaften Palmenstrand Playa de Boca Chica Dort kannst du abends eine Runde schwimmen und den Tag ausklingen lassen.

 

Bauwerke

 

Beeindruckende Bauwerke

Es gibt viele wunderschöne Gotteshäuser oder Orte zum Meditieren, jedoch gibt es einige, die sich besonders herausheben. Dies hat auch die UNESCO erkannt und die geheimnisvollsten und beeindrucktesten Bauwerke geschützt.

 

Skelling Michael – Verstecktes Wunderwerk

 

Klosterinsel Skelling Michael in Irlan

Das Kloster versteckt sich hinter den Hügeln der geheimnisvollen Insel Skelling Michael

„Strandurlaub mal anders“, denken wir uns und haben ein Weltkulturerbe aus Irland auf unsere Liste gesetzt. Denn das nächste besondere Bauwerk liegt ca. 150 km vom nächsten Strand entfernt. Ein Mietauto ist hier also sehr empfohlen! Es lohnt aber diese Strecke auf sich zu nehmen, denn Skelling Michael, zu Deutsch Michaels Felsen, ist eine Insel, auf der ein mittelalterliches Kloster versteckt ist. Die Insel liegt etwa 12 km vor der Küste der Grafschaft Kerry und wurde im 7. Jahrhundert von Mönchen besiedelt. Von weitem kannst du die Gebäude des Klosters nicht erkennen, erst wenn du die steilen Treppen zu einer kleinen Anhöhe bestiegen hast, liegt der Blick frei auf das Bauwerk. Als Besucher kann man sich nur darüber wundern, wie die Mönche ein solch beschwerliches und spartanisches Leben führen konnten. Das Anlegen und Aussteigen auf der Insel gestaltet sich selbst heute noch als schwierig. Das mystische Aussehen der Insel hat sowohl den Buchautor Peter Tremayne zu einem mittelalterlichen Krimi inspiriert, als auch die Macher von Star Wars, welche Szenen dort drehten.

 

Die Meteoraklöster – Höhenangst hat hier keinen Platz

 

Die Meteoraklöster in Thessalien

Bei so einem Ausblick versteht man die Entscheidung der UNESCO, oder?

Einen weiteren kuriosen Platz für den Bau eines Klosters, findest du viel weiter südlich in Griechenland, besser gesagt in der Region Thessalien in der Nähe der Stadt Kalambaka. Im 11. Jahrhundert n. Chr. wurden hier 24 Klosteranlagen auf hohe Felsenplateaus gebaut. Und wenn wir sagen hoch, dann meinen wir auch hoch: Ca. 300 m ragen die Steinklötze in den Himmel. Mit Seilen und Flaschenzügen wurden Materialien und auch die Mönche nach oben auf die Felsen befördert. Mittlerweile sind nur noch 6 der Klöster bewohnt und können sogar besichtigt werden. Dabei solltest du aber schwindelfrei sein und dich angemessen kleiden! Um dieses Weltkulturerbe anschauen zu können, musst du leider eine kleine Reise auf dich nehmen, denn die Meteoraklöster liegen ca. 160 km von der Ostküste Griechenlands entfernt. Aber vertrau uns: Es lohnt sich, den Weg auf sich zu nehmen! Neben den beeindruckenden Klöstern, kannst du so auch das Hinterland Griechenlands kennen lernen. Am nächsten Tag relaxt du dann wieder ganz entspannt an einem Strand und kannst von deinem Erlebnis träumen. Der Urlaubsort Nei Pori, mit seinem gleichnamigen Strand, ist ein guter Ausgangspunkt für deinen Ausflug zum UNESCO-Kulturerbe.

 

Die Tempelanlagen von Borobudur – Kultur mitten in der Natur

 

Tempelanlage Borobudur auf Java

Für diesen Ausblick, ab mit dir nach Indonesien!

Wenn man an Indonesien denkt, fallen einem gleich die vielen schönen Tempelanlagen ein, die inmitten der tropischen Natur in den Himmel ragen. Kein Zweifel, die Tempel sind alle wunderschön, aber die UNESCO nahm 1991 ein buddhistisches Gebäude in seine Liste auf, da es zu den bedeutendsten Bauwerken der Mahayana-Strömung gehört. Nur ca. 25 km von den Stränden Javas entfernt liegt die ca. 123 m lange Tempelanlage, welche ganze 9 Stockwerke in die Höhe reicht. Bis heute ist nicht klar, welche Bedeutung Borobudur früher hatte. Man hat jedoch Überreste von Gebäuden um die Anlage verteilt gefunden, sodass Archäologen davon ausgehen, dass dort einmal Unterkünfte für Mönche gestanden haben. Es lohnt sich, dich einen Tag von den wunderschönen Stränden auf Java zu trennen und die Wanderung zu den Tempelanlagen von Borobudur zu unternehmen!

 

Natur

 

Naturparadiese

Menschen haben bereits viel erreicht und geschaffen, aber was die Natur immer wieder zutage bringt, ist atemberaubend. Damit die Schönheit der Natur nicht unter weiteren Projekten der Menschen leiden muss, hat die UNESCO wichtige Fleckchen der Erde unter ihren Schutzmantel genommen.

 

Stevns Klingt – Ein geologischer Schatz

 

Der Königsstuhl auf Rügen

Näher dran und genauso schön, die Steilküste auf Rügen

Dänemark ist schon lange ein beliebtes Urlaubsziel für einen Strandurlaub. Aber nicht nur die Dünenlandschaften und die wunderschönen Stränden lassen einen dahin schmelzen. Die restliche Natur der dänischen Küste ist auch nicht von schlechten Eltern. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Ausflug zu der wunderschönen Steilküste der Insel Seeland. Die sogenannte Stevns Klingt überzeugt ihre Besucher nicht nur mit der beachtlichen Größe von ca. 41 m in der Höhe und etwa 15 km in der Breite, sondern mit ihren geologischen Besonderheiten. Denn die verschiedenen Gesteinsschichten, zumeist verschiedene Kreideablagerungen, geben Aufschluss über das Alter und die Vegetation dieser Gegend. Seit 2014 ist die Steilküste Stevns Klingt ein Weltnaturerbe und seit 2015 können Interessierte sich in einem Museum über die Beschaffenheit der Klippen informieren.  Ähnlich wie an der Küste der Ostseeinsel Rügen kannst du hier den Strand entlang laufen und beobachten, was die Natur über die Jahre mit der Küste angestellt hat.

 

Das Wattenmeer der Nordsee – Pack die Gummistiefel ein

 

Wattenmeer der Nordsee

Wohin das Wasser des Wattenmeeres verschwindet, erfährst du auf einer geführten Wattwanderung

Wer kennt sie nicht: Die Bilder eines verlassenen Boots auf dem Boden des Meeres, wo sonst doch literweise Wasser ist. Das Wattenmeer fasziniert und begeistert seit Jahrhunderten Einheimische und Urlauber der Nordsee gleichermaßen. Nirgendwo auf der Welt kannst du das Gegenspiel von Ebbe und Flut besser erleben, wie am, oder besser gesagt im Wattenmeer der Nordsee. Es erstreckt sich zwischen Dänemark, Deutschland und den Niederlanden und misst ca. 9.000 km2. Nicht nur das Watt an sich gehört zu dem Weltnaturerbe der UNESCO, sondern auch Strände, Dünen und Vegetationen der jeweiligen Küste. Beispielsweise ist das Wattenmeer vor Sylt der Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen: Krebse, Muscheln und die berühmten Wattwürmer leben in diesem einzigartigen Biotop. Am Oststrand Hörnum beispielsweise kannst du das Spiel zwischen Ebbe und Flut von einem gemütlichen Platz aus beobachten. Auf geführten Touren, zum Beispiel ab Hörnum auf Sylt, kann man mehr über die Beschaffenheit des größten Wattenmeeres der Welt erfahren und das besondere Gefühl unter den Füßen erleben. Also rein in die Gummistiefel und ab an die Nordsee mit dir!

Der Palmenhain von Elche – Spanienfeeling pur

 

Dattelpalmen von Elche

Mit etwas Glück kannst du bei einem Gang durch Elche leckere Früchte von den Dattelpalmen naschen.

Ein weiteres Natur-Highlight auf unserer Liste liegt im beliebten Urlaubsland Spanien, genauer gesagt in der Region Valencia und noch genauer in der Stadt Elche. Dort kann man durch den Palmerar d’Elx, ein Areal von ca. 1,5 km2, das mit riesigen Palmen bepflanzt ist, schlendern. Neben den Dattelpalmen, kannst du dort durch den Stadtpark von Elche und etliche Obstgärten streifen. So stellt man sich das Paradies vor: Wunderschöne Pflanzen, leckeres Obst und die spanische Sonne. Die größte der Palmen heißt „Kaiserliche Palme“, da sie im Jahre 1894 zu Ehren der österreichischen Kaiserin Sissi gepflanzt wurde. Man vermutet, dass bereits im 5. Jahrhundert v. Chr. an dieser Stelle eine Palmengruppe von den Karthagern gepflanzt wurde. Die heutige Form der Palmenanordnung entstand jedoch unter dem Mauren im 10. Jahrhundert n. Chr. Seit dem Jahr 2000 steht der Palmenhain von Elche unter dem Schutz der UNESCO. Bei deinem nächsten Urlaub an der Costa Blanca solltest du auf jeden Fall einen Zwischenstopp in Elche einplanen, denn es liegt nur ca. 15 km von der Küste entfernt und der Anblick lohnt sich allemal!

 

Finde hier deinen Traumstrand

3 Responses

  1. Rolf

    Hallo und Moin Moin !

    Was ist das eigentlich – Watt ?

    Der Begriff Watt stammt von dem altfriesischen Wort „wad“ ab und edeutet „seicht“ oder „untief“.
    Watt ist das Gebiet zwischen Küste und Meer, dass durch den Gezeitenrhythmus geformt wird. Dieser 450 Kilometer lange und meist nur zehn Kilometer breite Nordsee-Küstenstreifen ist ca. 8.000 Quadratkilometer groß.

    Die Wattenlandschaft der Nordsee ist eine weltweit einmalige Küstenregion direkt vor unserer Haustür. Dabei gibt es viel zu entdecken – von winzigsten Organismen, über Wattwürmer, unzähligen Vögeln bis hin zu Seehunden. Die Tierwelt hat hier tatsächlich einiges zu bieten.
    Kaum zu glauben, dass auf einem Quadratmeter Wattboden mehr Lebewesen zu finden sind, als auf derselben Fläche im tropischen Regenwald.
    Die Einzigartigkeit ist im Grunde verblüffend, sind doch ungefähr 70 Prozent der Erdoberfläche mit Wasser bedeckt. Daraus ergibt sich auch eine entsprechende Länge der Küsten. Genügend Platz eigentlich für Wattenmeere…
    Aber warum gibt es eine derartige Naturlandschaft nur an der Nordseeküste?

    Wattenmeere entstehen nur dort, wo mehrere Faktoren gleichzeitig aufeinander treffen:
    Die „Gezeiten“ müssen das Watt mit einem Tidenhub (= Unterschied zwischen dem höchsten Stand und dem niedrigsten Stand des Wassers bei Ebbe und Flut ) von mindestens zwei Meter periodisch überfluten und wieder freigeben.
    So können die obersten Sandschichten abtrocknen.
    Eine weitere Voraussetzung sind der Küste vorgelagerte Inseln. Diese- aber auch Strandwälle und Sandbänke bremsen die Kraft der Wellen und der Strömung ab. Fällt dann auch noch der Meeresboden in Richtung offene See leicht ab – teilweise nur wenige Zentimeter auf 1.000 Metern -, sind die wichtigsten Faktoren zur Wattbildung gegeben. Ein gemäßigtes Klima unterstützt die Entwicklung einer artenreichen Flora und Fauna.

    Mit jeder Flut – also ca. alle zwölf Stunden – wird Sand und Schlick an die Nordseeküste transportiert. Wie dunkle Wolken schweben die kleinen Schlammteilchen herum. Wird das Wasser ruhiger sinken die Teilchen auf den Meeresboden und lagern sich ab. Mit der Zeit wächst so das Watt in die Höhe, an geschützten Stellen bis zu vier Zentimeter pro Jahr.
    Diese jahrtausendelange Umgestaltung des Nordsee-Küstenstreifens durch das Zusammenspiel der unterschiedlichen Kräfte dauert bis heute an.
    Täglich verändert sich so die Küste – wenn auch nur minimal. Aber beständig ist im Wattenmeer sowieso nur der Wandel…

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  2. Rolf

    Hallo und Moin Moin !

    Unterm Meer ist Watt, darum Wattenmeer ?

    Zu den Naturwundern unserer Welt zählt das Wattenmeer, das sich am besten zu Fuß erkunden lässt.
    Wer sich bei seiner Wanderung viel Zeit nimmt und mit offenen Augen über das Watt läuft, kann diese Welt ganz neu für sich erleben. Muscheln, Krebse und andere Tierchen huschen vor den Füßen. Aber nur dann, wenn der Wattspaziergänger gleich hinter dem Saum des ablaufenden Wassers läuft.
    Richtig aufregend kann das Durchwaten kleiner Priele sein, in denen sich Krabben, Seesterne , Krebse und viele Jungfische tummeln. Unverhofft steht man auf einer Scholle, die sich im Meeresgrund vergraben hat und jetzt mächtig zappelt. Aber auch derjenige, der lieber auf völlig trockenen gefallenen Meeresboden wandert, kann diese wunderbare Natur entdecken und auch fühlen.
    So wundert sich fast jeder Urlauber, der zum ersten Mal ins Watt hinausgeht, über die Riffelungen im Boden.
    Die Feriengäste wissen meist nicht, dass diese vom Wellenschlag der Nordsee gezaubert werden. Und dann sind da die „Kotsandhäufchen“, ausgestoßen von den Wattwürmern am Ende ihrer Wanderröhren.
    Dem Wattläufer muss es aber nicht unangenehm sein, wenn er darauf tritt, da es nur “gelutschter” Sand ist. Im Schlick lebt nicht nur der bis zu 30 cm lange, borstige Wattwurm.
    Auf einem einzigen Hektar gibt es die unglaubliche Menge von fünf Tonnen Lebewesen. Darunter die winzige Wattschnecke und Tierchen, die mit dem bloßen Auge gar nicht auszumachen sind.
    Spannend ist auch die Vogelwelt. 100 verschiedene Arten sind es, die im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer vorkommen. Somit ist das Wattenmeer das vogelreichste Gebiet Mitteleuropas und im Frühjahr die Brutstätte für mindestens 30 verschiedene Arten.
    Als Futter- und Rastplatz wird das Land im Meer sogar von etwa fünf Millionen Zugvögeln genutzt.

    Am Ufersaum einen Bernstein zu finden, was gibt es Größeres ?
    An der Nordsee werden die fossilen Steine am ehesten am Rande der Elbmündung bei Cuxhaven und Friedrichskoog sowie vor Büsum und St. Peter-Ording angespült.
    Auf der Insel Amrum auf dem “Kniepsand” den Bernstein zu finden ist kein Problem, dort liegen selbst im feinen Dünensand kleine Steinchen, wer Glück hat findet auch noch den großen Klumpen.
    Sie sind dort zu finden, wo nach Stürmen das “Sprockholz” liegt.
    Diese schwarzen Holzstücke wiegen etwas schwerer als Wasser, schwimmen also nicht.“An der Schleswig-holsteinischen Küste findet man Bernstein am besten wenige Tage nach dem Abflauen einer Sturmwetterlage aus Nordwest bis Südwest”,
    Dieser Nordseebernstein ist überwiegend Baltischer Bernstein, der teils durch voreiszeitliche Flüsse, großenteils erst durch die Folgen eiszeitlicher Vergletscherungen in den Bereich der heutigen Nordseeküste gelangte.
    Bernstein besteht aus Harz, das vor 40 bis 50 Millionen Jahren während des Tertiärs aus Nadelbäumen in Skandinavien ausblutete und aushärtete. Mit den Gletschern der Eiszeit gelangte der Bernstein nach Mitteleuropa und in seine heutigen Lagergebiete in Nord- und Ostsee. Die Ur-Steine haben ein spezifisches Gewicht, das wenig über dem von Süßwasser liegt. Dies führt dazu, dass er im Süßwasser untergeht und im Salzwasser schwimmt.
    Besonders schön und spannend sind die, in denen urzeitliche Insekten und Pflanzen eingeschlossen sind. Erst durch Schleifen und abschließendes Polieren mit Zahnpasta erhalten Bernsteine ihren typischen Glanz.
    Das “Gold des Nordens” gibt es in vielen Farbstrukturen, von hell bis dunkel, von gelb bis rotbraun. Aber nicht alles was am Strand gelb- oder rötlich schimmert, muss ein echter Bernstein sein. Durch einen einfachen Test lässt sich dies aber leicht herausfinden:
    Man hält das Fundstück leicht über eine Feuerzeugflamme. Riecht der ”brennende” Stein angenehm und würzig, dann ist er echt.

    Eine Wanderung durchs Watt hinüber zur Nachbarinsel Föhr startet etwa 2 km nördlich von Norddorf unterhalb des Vogelschutzgebietes Odde.
    Aber “NIEMALS sich ALLEIN” aufmachen, auch wenn die “Nachbarin” (Föhr) scheinbar so nahe liegt !!!!
    “NUR MIT einem WATTFÜHRER” gehen, denn unterwegs müssen Priele durchquert werden, und wer nicht die richtigen Stellen kennt, bring sich in höchste LEBENSGEFAHR !!
    Diese Wattführer wissen viel, und können auch manch spannende Geschichte über das Wattenmeer zu erzählen.
    Fast täglich werden Wattführungen oder auch Wanderungen an der gesamten Nordsee-Küste angeboten, deshalb muss man nicht unbedingt nach „Hörnum“ fahren :-)

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  3. Rolf

    Diese kleine Geschichte, hat nichts mit dem „WATT“ aus der Nordsee zu tun !
    …so ist es mit dem „sturen“ & „norddeutschen Humor“ :-)

    „WAT“ ÜBER WAT “

    Wenn Ihr mich fragt, was unser aller Weltwort ist, dann sag `ich „wat“.
    Dieses Wort kann man für alles gebrauchen.
    Wißt Ihr überhaupt, was „wat“ ist ?
    „Wat“, ja-das ist einfach „wat“.
    Und aus „wat“ kann man halt „wat“ machen.

    Wenn ein junger Bursche heiraten will, dann muss er sich „wat“ suchen, ein Mädchen,
    das „wat“ hat , „wat“ kann und „wat“ vorstellt und „wat“ mitbringt.
    Und wenn er so „wat“ endlich gefunden hat, dann hat er ganz bestimmt „wat“ — „wat“ für´s Herz,
    „wat“ für´s Gemüt und „wat“ für´s ganze Leben.

    Und dann wird Hochzeit gefeiert.
    Die darf natürlich „wat“ kosten – damit man sieht, daß „wat“ da ist, denn Ihr wißt ja, wo „wat“ ist, da kommt gewöhnlich noch „wat“ dazu.
    Dann geht man auf Hochzeitsreise – die kostet „wat“.
    Aber da sieht man auch „wat“ und erlebt „wat“,
    da kann man auch „wat“ kaufen und „wat“ mit nach Hause bringen.

    Und die Zeit geht weiter.
    Man schafft sich „wat“, man tut „wat“ , man erlebt „wat“ und auf einmal erwartet man „wat“.
    Die Nachbarschaft hat natürlich schon lange „wat“ gemerkt, die sagen schon seit Wochen, wir glauben, die kriegen bald „wat“.
    Und dann kriegen sie wirklich „wat“ und dann haben sie „wat“.
    Wenn das Kindchen im Bettchen schreit, dann fehlt ihm bestimmt „wat“,
    meistens „wat“ zu essen. Wenn es aber weiter schreit, dann fehlt ihm bestimmt „wat“ anderes.
    Vielleicht hat es auch nur „wat“ gemacht.

    Später kommt das Kind in die Schule, damit es auch „wat“ lernt. Und wenn der Lehrer fragt, und es „wat“ nicht weiß oder „wat“ falsch macht, dann kriegt es vielleicht „wat“ auf die Finger oder „wat“ hinten drauf.
    Und wenn es dann aus der Schule kommt, muß es noch weiter lernen, damit es auch „wat“ kann, und „wat“ verdient, und „wat“ ist.
    Damit es dann später als alter Mensch „wat“ zum Beißen und „wat“ zum Nagen hat, eben „wat“ für´s Alter.
    Das alles ist „wat“ über „wat „.

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